Zum erstemal auf der Jacht

  1. Wahl des richtigen Bootes, Buchung, Bootsausstattung
  2. Gesamtkosten für die Bootsfahrt
  3. Bootsübernahme
  4. Fahrt, Marinas, Dienstleistungen, Routen
  5. Was man mitnehmen sollte
  6. Essenszubereitung

1. Wahl des richtigen Bootes, Buchung, Bootsausstattung

Bootswahl

Bei der Urlaubsplanung stellt die Wahl des richtigen Bootes einen sehr wichtigen Punkt dar. In unserem Angebot finden sich verschiedene Bootstypen, die sich für verschiedene Urlaubsarten eignen.
  1. Segelboote eignen sich besonders gut für romantische Urlaube oder Familienurlaube, sie sind aber auch eine optimale Lösung für Leute, die ihre Urlaubszeit aktiv verbringen möchten. Hier können Sie die Zusammenarbeit von Segeln und Wind erleben.
  2. Der Katamaranist eine gute Wahl für alle, die keine Segelerfahrungen haben oder sich auf dem Boot nicht ganz sicher fühlen. Der Katamaran verfügt über einen Doppelrumpf, der ihm eine große Stabilität auf dem Wasser verleiht. Katamarane bieten hohen Komfort und mehr Raum für die Besatzung. Moderne Katamarane haben einen geringen Tiefgang, wodurch sie besser ans Ufer oder in Buchten gelangen.
  3. Eine weitere Möglichkeit bietet das Gullet. Gullets nutzen bei der Fahrt sowohl die Windkraft als auch den eigenen Motor. Dieser Bootstyp wird eher Leuten zusagen, die gerne eine ruhige und romantische Seefahrt genießen möchten. Beachten Sie bitte, dass Gullets ausschließlich mit Crew gechartert werden können (Kapitän, Schiffer, Koch, Hostess)
  4. Die letzte Möglichkeit bei der Auswahl des Bootstyps ist ein Motorboot, das insbesondere für Liebhaber hoher Geschwindigkeiten und extermer Sportarten geeignet ist.
Falls Sie schon ein Boot gewählt haben, ist es sinnvoll, weitere Einzelheiten in Erfahrung zu bringen - Baujahr, Bootsausstattung, Versicherung, Höhe und Zahlungsart der Kaution, welche Leistungen im Preis enthalten sind und welche Gebühren noch hinzukommen.

Wahl der Crew

Auf dem Deck einer Yacht herrschen andere Bedingungen als z. B. in einem Hotel. Deshalb ist die richtige Wahl und Verteilung der Crew sehr wichtig, um möglichen Konflikten vorzubeugen. Sie müssen z. B. bedenken, dass ein 4-Kojen-Boot eine Kapazität von 8 Personen in den Kojen hat (2 Personen pro Koje). Weitere 1 bis 2 Schlafplätze finden sich zusätzlich im Saloon. Dieser bietet jedoch nicht so viel Komfort und Privatsphäre wie eine Koje. Ein 3-Kojen-Boot hat normalerweise eine Kapazität von 7-8 Personen (insgesamt 6 Personen in den Kojen und 1 bis 2 Schlafplätze im Saloon).
Falls Sie keine Erfahrung mit der Bootsführung haben, müssen Sie einen professionellen Kapitän engagieren. In diesem Fall müssen Sie damit rechnen, dass der Kapitän auch auf dem Boot übernachten wird und Sie müssen 1 Schlafplatz für ihn einplanen (entweder in einer Koje oder im Saloon). Es versteht sich von selbst, dass die Crew auch für Verpflegung, Getränke und den Skippertransport sorgt.
Das Chartern beginnt und endet in der Regel am Samstag (in Ausnahmefällen von Freitag bis Freitag). Falls Sie nur ein paar Tage reisen möchten, können wir dies für Sie außerhalb der Saison (Juni-September) organisieren. Der Preis wird dann auf die gewünschte Anzahl der Tage umgerechnet. Während der Hauptsaison kann normalerweise leider nicht vom Samstag-bis-Samstag-Wochenzyklus abgewichen werden. In diesen Monaten sind die meisten Boote besetzt und die meisten Wochentermine bereits ausgebucht (der Preis für eine kürzere Charterdauer ändert sich somit nicht und auch in diesem Fall wird die volle Woche berechnet - oder Sie sparen nur gering).

Boot buchen

Denken Sie bitte daran, Ihr Boot ausreichend im Vorraus zu buchen. Es kann nämlich vorkommen, dass sonst das für Sie geeignete Boot nicht mehr zur Verfügung steht. Beim Buchen eines Bootes müssen Sie damit rechnen, dass Sie eine Anzahlung, normalerweise in Höhe von 50% des Bootspreises, leisten müssen. Das Boot ist für Sie verbindlich gebucht, wenn Sie die erste Zahlung, d.h. die genannten 50% des Gesamtpreises oder den Gesamtpreis, falls es bis zum Auslaufen weniger als 60 Tage sind, leisten. Die Zahlungen haben per Banküberweisung zu erfolgen. Die Preisnachzahlung erfolgt in den meisten Fällen spätestens 30 Tage vor dem Charterbeginn. Unsere Reiseagentur berät Sie gerne bei der korrekten Buchung und findet für Sie das passende Schiff, das Ihren Wünschen entspricht. Wenn Sie Ihr Boot alleine aussuchen möchten, können Sie dazu unsere Online-Datenbank nutzen. Am einfachsten ist es, das Boot direkt über unsere Website www.yachttravel.sk anhand unseres Bootsangebots zu buchen. Hierzu müssen Sie sich jedoch zuerst registrieren und anschließend auf unserer Website anmelden. Sollten sich dabei Probleme ergeben, können Sie uns Ihre Buchung auch per E-Mail zukommen lassen oder telefonisch mitteilen. Wir benötigen von Ihnen folgende Angaben:
  1. Terminfür Ihre geplante Bootsreise. Die Turnusse sind jeweils wöchentlich, normalerweise von Samstag bis Samstag
  2. Anzahl der Personen auf dem Boot und ob Sie einen professionellen Kapitän (Skipper) benötigen
  3. Auslaufhafen - von wo Sie Ihre Seefahrt antreten möchten bzw. in welchem Gebiet Sie schippern möchten
  4. Yachtart – Segelboot, Katamaran oder Luxus-Motoryacht
  5. Vaše Ihre Kontaktdaten - damit wir mit Ihnen Kontakt aufnehmen können

Bootsausstattung

Sämtliche Boote, die wir anbieten, sind komfortabel ausgestattet. Zur Verfügung stehen meistens zwei Toiletten mit Dusche und Waschbecken. Auf nahezu allen neueren Booten gibt es warmes Wasser, eine Dusche ist selbstverständlich und befindet sich hinten am Bootsspiegel für das Duschen im Freien. Die Stauräume auf dem Boot sind sehr durchdacht gestaltet, an den Bootsseiten befinden sich viele Fächer, Ablagen und Schränke, weitere Stauräume befinden sich hinter den Lehnen im Saloon, im Tisch und die größten Stauräume gibt es üblicherweise in der vorderen Koje unter den Betten. Beim Packen müssen Sie jedoch die beschränkten Räumlichkeiten des Bootes berücksichtigen. Für das Verpacken von Sachen ist eine Reisetasche (kein Koffer oder Rucksack) am praktischsten.
Bei der Fahrt ist auf Energie zu achten – d. h. Wasser, Diesel, Strom und Gas. Die Wasser- und Kraftstofftankinhalte erfahren Sie beim Bestellen des Bootes. Wasser können Sie praktisch in jedem Hafen nachfüllen, in der Regel jedoch gegen eine Gebühr. Mit Diesel ist es ein bisschen komplizierter und dieser kann nur in größeren Häfen oder Marinas, wo sich eine Tankstelle befindet, nachgetankt werden. Bei der Bootsübernahme erhalten Sie zwei Gaskartuschen, eine für die Nutzung und eine als Reserve. Für Strom auf dem Boot sorgen Akkus, die sich beim laufenden Motor oder im Hafen, wenn Sie sich ans Stromnetz anschließen, nachladen. Auf dem Hauptpaneel befinden sich Anzeigen für den Ladezustand der Akkus und für den Wasserstand in den Behältern.
Sämtliche Boote sind standardmäßig mit Bettwäsche ausgestattet. In der Bootsküche befinden sich Herd, Backofen, Kühlschrank, Spülbecken und eine Essecke für die gesamte Crew.
Reinigungsmittel, Waschmittel, Handtücher etc. sind in der Ausstattung nicht enthalten. Sie können diese jedoch vor dem Ausschiffen in zahlreichen Läden bei der Marina besorgen.

2. Gesamtkosten für die Bootsfahrt

Wenn Sie sich für einen Urlaub auf dem Boot entschieden haben, müssen Sie damit rechnen, dass der Bootspreis selbst nicht alle Ausgaben umfasst, die mit dem Chartern einer Yacht verbunden sind. Sehen wir uns alle Ausgaben näher an, die sonst auf Sie zukommen:

Bootspreis - hängt vom Alter und von der Größe des Bootes sowie vom Zeitpunkt ab, ab dem Sie das Boot chartern
Bootsalter - hier gilt: je älter das Boot, desto kleiner der Preis. Man darf jedoch nicht vergessen, dass neuere Boote komfortabler als ihre Vorläufer sind, somit können Sie die Seefahrt mehr genießen.
Bootsgröße (Bootslänge) – Hier gilt nicht, dass sich ein größeres Boot stärker rentiert als ein kleineres. Der beste Preis, auf 1 Person umgerechnet, ergibt sich bei 4-Kojen-Segelbooten. 3- oder 5-Kojen-Yachten sind jedoch nicht wesentlich teurer.

Zeitpunkt des Charterns - die Saison ist in 4 - 6 Preiszonen gegliedert, von denen der Preis abhängt. Die niedrigsten Preise gibt es natürlich außerhalb der Hauptsaison, d. h. ab Ende Oktober bis Ende März. Wenn Sie Wind und Sonne ausreichend genießen möchten, ist Ende Mai, Juni und die zweite Septemberhälfte der beste Termin für Sie. Im Mai ist die Luft wärmer, im September wiederum das Wasser.

Buchungszeitpunkt – Als Frühbestellung gilt meistens eine Bestellung bis zum 31. 12. des Vorjahres oder bis zum 31.1. des jeweiligen Jahres. Wenn Sie also das Boot bis zu diesem Termin bestellen und bezahlen, erhalten Sie einen Preisnachlass von 10 %. Weiterhin können Sie Last-Minute-Angebote nutzen. Die Preisnachlässe bewegen sich zwischen 10 bis 30 %. Wenn Sie Ihren Urlaub außerhalb der Hauptsaison planen, finden Sie mit Sicherheit ein geeignetes Angebot. Das einzige Risiko bei Last-Minute-Bestellungen ist, dass Sie möglicherweise nicht genau den Bootstyp bekommen, den Sie haben wollten bzw. den Ort, von dem Sie auslaufen wollten.

Transitlog – Diese Gebühr wird bei Bootsübernahme in der Marina entrichtet. Die Gebühr beträgt zwischen 50 - 130 EUR/Boot/Woche (je nach Bootslänge). Darin enthalten sind Gebühren für abschließendes Aufräumen, Bettwäsche, Gaskartusche, Kurtaxe etc.

Crewliste – Die Crewliste ist eine Liste der Besatzungsmitglieder und muss vor dem Auslaufen beim zuständigen Hafenamt bestätigt werden. Während der Fahrt sind zwar Änderungen in der Zusammensetzung der Mannschaft möglich, diese müssen jedoch mit ausreichendem Zeitvorsprung gemeldet werden, damit sie in der Crewliste aufgenommen werden können. Während der Fahrt sind Änderungen in der Crew nicht mehr möglich. Die Crewliste muss während der gesamten Seefahrt mitgeführt werden. Der Preis für die Ausstellung einer Crewliste beträgt ungefähr 100 Euro.

Diesel – Der Preis für diese Position kann sich ändern. In erster Reihe hängt er vom Kraftstoffpreis ab. Ein weiterer beeinflussender Faktor ist die Größe und der Typ des Bootes. Entscheidend jedoch ist, wie lange mit Segeln und wie lange mit Motor gefahren wird. Der durchschnittliche Stundenverbrauch bei einem Segelboot beträgt ca. 6 Liter Diesel, bei leistungsstarken Motoryachten zwischen 20 bis 300 Liter Diesel (bei größeren Yachten noch mehr). Es hat sich der Usus eingebürgert, dass das Boot mit vollem Kraftstofftank übergeben wird. Deshalb sollten Sie das Boot auch mit vollem Tank wieder abgeben.

Parkgebühr – Falls Sie in die Marina mit Ihrem eigenen Fahrzeug fahren, müssen Sie mit Parkgebühren rechnen. In den Marinas sind die Parkplätze in der Regel bewacht. Die Parkgebühren variieren von Marina zu Marina und betragen etwa 40 Euro pro Woche. Parkplätze gibt es ausreichend, deshalb brauchen Sie nicht im Voraus zu buchen.

Hafengebühren – Bei einem Bootsurlaub müssen Sie auch damit rechnen, dass Marinas Gebühren für ihre Dienstleistungen eingeführt haben. Dies bedeutet, dass Sie jeweils, wenn Sie in einem Hafen vor Anker gehen, eine Gebühr entrichten müssen. Die Höhe dieser Gebühr hängt von der Größe und vom Typ des Bootes ab, bei Segelbooten beträgt sie zwischen 25 bis 60 Euro. Im Preis enthalten ist das Nachtanken von Wasser, Stromanschluss, Duschen und Toiletten im Hafen.

Skipper – Dies ist eine weitere Position, mit der Sie rechnen müssen. Wenn Sie keine Segelerfahrung haben oder keinen Segelschein besitzen, müssen Sie einen Skipper engagieren. Der Skipperpreis ist separat zu entrichten. Ein kroatischer Skipper kostet zwischen 100 bis 150 Euro pro Tag, wir bieten einen slowakisch sprechenden Skipper für 110 EUR/ Tag an. Sie haben den Kapitän wie ein Besatzungsmitglied zu versorgen, d.h. Sie sorgen wie oben erwähnt für seine Verpflegung und müssen auch bedenken, dass er auch einen Schlafplatz benötigt. Deshalb empfehlen wir, ein größeres Boot zu chartern, um auch einen Platz für den Kapitän zu haben, da er den ganzen Tag für die Führung des Bootes sowie für die Sicherheit der Crew verantwortlich ist. Ganz davon abgesehen, dass Crew und Skipper dadurch mehr Komfort erhalten und der Saloon während der ganzen Nacht frei für Unterhaltung bleibt. Ein Vorteil eines professionellen Skippers ist, dass er die Umgebung gut kennt und Ihnen Tipps für interessante Badeorte, Restaurants und Sehenswürdigkeiten geben kann.

Kaution – Dient zur Deckung eventueller Schäden. Wenn Sie das Boot im unversehrten Zustand wieder abgeben, wird die Kaution selbstverständlich in voller Höhe zurückerstattet. Die Kaution ist in der Marina in bar, per Scheck oder Kreditkarte zu entrichten. Die Höhe der Kaution hängt von der Größe des Bootes ab und liegt zwischen 800 bis 4000 Euro. Durch die Kaution selbst wird der Charterpreis also nicht erhöht. Für die Kaution kann man eine Versicherung abschließen. Die Versicherung kostet ca. 10 % vom Kautionsbetrag, die Eigenbeteiligung beträgt etwa 2000 SKK. In der Praxis bedeutet dies, falls Sie einen Schaden von z. B. 1000 Euro verursachen, wird dieser Betrag von der Kaution abgezogen. Haben Sie eine Versicherung abgeschlossen, so wird Ihnen die Versicherung nach Vorlage der Dokumente über den verursachten Schaden diesen diesen zurückerstatten (sie zahlen nur die Eigenbeteiligung).

Wenn Sie die See auf eigene Faust durchkreuzen möchten, benötigen Sie dazu eine Kapitänslizenz. Diese Lizenz erwirbt man, wenn man einen Bootsführerscheinkurs belegt. Yacht Travel bietet Ihnen die Möglichkeit, diese Lizenz in 1-wöchigen Segelkursen zu erwerben.

3. Bootsübernahme

Die Stunde der Abfahrt ist gekommen und Sie warten schon ungeduldig auf den Moment, wann Sie ablegen und der Sonne entgegen fahren können. Man darf jedoch die obligatorische Prozedur bei der Bootsübernahme nicht vergessen. Die Bootsübernahme findet meistens samstags zwischen 16.00 - 18.00 Uhr statt. Es kann sein, dass Sie außerhalb der Hauptsaison auch früher auslaufen können. Sie sollten bei der Bootsübernahme immer zu zweit sein, dadurch beschleunigt sich der gesamte Prozess.
Es folgt die technische Kontrolle des Bootes. Diese nimmt mindestens eine halbe bis ganze Stunde in Anspruch, bevor Sie auslaufen. Hilfestellung bietet Ihnen eine Checkliste, die Sie abarbeiten und in die Sie sämtliche Unregelmäßigkeiten eintragen, die Sie auf dem Boot festgestellt haben. Haben Sie keine Scheu nach der Funktion oder Bedienung der einzelnen Einrichtungen zu fragen. Vom Kai aus lässt sich der gesamte Bootsrumpf visuell gut prüfen. Nachdem Sie das Boot betreten haben, kontrollieren Sie das Deck, hissen sämtliche Segel und drehen alle Rollen und Stopper. Vergessen Sie nicht, auch das Geländer und die Fender zu prüfen. Anschließend kontrollieren Sie den Anker und die Ankerwinde. Vergessen Sie nicht, nach der Länge der Kette zu fragen und prüfen Sie ihre Befestigung am Bootsrumpf. Abschließend überprüfen Sie den Zustand des Reserveankers. Vergessen Sie nicht, den Zustand des Schlauchbootes samt Zubehör zu prüfen. Kontrollieren Sie den Zustand des Mastbaums und fragen Sie nach seiner maximalen Höhe über dem Wasserspiegel. Selbstverständlich sollten Sie das Ruder auf seine Funktion prüfen. Danach kontrollieren Sie die Funktion der elektrischen Notpumpe sowie der Handersatzpumpe. Es folgt die Kontrolle des Motorölstands und lassen Sie sich zeigen, wie man Öl nachfüllt. Starten Sie den Motor und legen Sie vorsichtig den Vordergang und den Rückwärtsgang ein, kontrollieren Sie die Funktion der Kühlung und lassen Sie sich das Entlüftungsventil zeigen, überprüfen Sie den Motoralarm. Überprüfen Sie den Kraftstoffstand und lassen Sie diesen während der Fahrt nicht unter 1/3 des Tankinhalts sinken. Vergessen Sie nicht, den Ladestand der Akkus sowie die Anordnung und Funktion der Akkuschalter zu prüfen. Es ist ebenfalls wichtig, dass die Anzahl und der Zustand der Rettungsmittel (Rettungsring, Rettungswesten, Gurte, Feuerlöscher, Signalraketen....) stimmt. Prüfen Sie die Kücheneinrichtung und die Funktion der Hygieneeinrichtungen. Kontrollieren Sie ebenfalls die Navigationsausrüstung (Seekarten, Pilot, Dreiecke, Spitzzirkel, Kompass, Fernglas, Gerätehandbücher, ...) und stellen Sie fest, auf welcher Frequenz Wettervorhersagen gesendet werden. Falls möglich, kontrollieren Sie den Zustand des Rumpfes unterhalb des Wasserspiegels sowie die Schraube, den Kiel und das Ruder. Kurz vor dem Auslaufen gibt der Kapitän Instruktionen zu Sicherheitsregeln, zum Verhalten auf dem Boot, zur Funktionsweise des Segelbootes und zu den grundsätzlichen Steuermanövern wie Ablegen, Anlegen, Arbeiten mit den Segeln etc. All dies entsprechend dem Erfahrungsniveau der Crew. Vergessen Sie nicht, die Schiffs- sowie die Reisedokumente der gesamten Crew zu kontrollieren. Füllen Sie Trinkwasser nach und falls erforderlich, erkundigen Sie sich nach der aktuellen Wettervorhersage. Dann können Sie entspannt aufs offene Meer auslaufen.

4. Fahrt, Marinas, Dienstleistungen, Routen

Ein untrennbarer Teil einer Adria-Fahrt sind malerische Buchten sowie kleine Häfen und Marinas. Gebührenfreie Häfen und Kais in malerischen Städten und Örtchen bieten jedoch außer der Möglichkeit, hier zu ankern, praktisch keine weiteren Dienstleistungen. An gebührenpflichtigen Marinas finden Sie alle nötigen Geschäfte wie Lebensmittel, Drogerie, Seemannsbedarf, Reparaturwerkstatt, diverse Restaurants und Kneipen. Unweit der Hafenanlage befinden sich selbstverständlich Toiletten, Duschen, an den Kais stehen Strom- und Wasseranschluss zur Verfügung. Denken Sie bitte daran, dass die Marinas im Sommer meistens stark belegt sind, deshalb empfehlen wir in der Marina vor 16:00 Uhr einzutreffen, um noch einen freien Ankerplatz zu finden. In den meisten Marinas finden Sie am Schwarzen Brett aktuelle Wetterinformationen samt Wettervorhersage für die nächsten Tage.
Wenn Sie ausreichende Vorräte an Strom, Wasser und Lebensmitteln haben, können Sie auch außerhalb einer gebührenpflichtigen Marina vor Anker gehen und die Nacht in einer der zahlreichen geschlossenen Buchten an der adriatischen Küste verbringen und die fantastische Atmosphäre genießen. Falls Sie die Dienste eines Skippers in Anspruch nehmen, wird es kein Problem sein, eine geeignete Bucht zu finden, da unsere Skipper die Adria wirklich sehr gut kennen. Sollten Sie ihr Boot alleine führen, geben wir Ihnen gerne Tipps für geschützte und sichere Buchten auf ihrer Route. Auf Wunsch können wir Ihnen einige Alternativprogramme für Ihren Urlaub anbieten.
Yachturlaube eignen sich für die gesamte Familie, so müssen Sie die Kinder nicht zu Hause lassen. Kinder können bereits von Klein auf an Bootsfahrten teilnehmen, müssen jedoch ständig von einem Erwachsenen beaufsichtigt werden. Kinder sollten in der vorderen, sichersten Kabine untergebracht werden. Während der Fahrt sollten Kinder ständig eine Rettungsweste tragen. Baby-Nahrung nehmen Sie lieber auf Vorrat mit, da diese in den Marina-Geschäften kaum erhältlich ist. Zudem muss man der Kinder wegen auch die Fahrtlänge an den einzelnen Tagen anpassen und öfters einen Hafen anlaufen.
Die durchschnittliche Fahrtgeschwindigkeit hängt stark von der Witterung ab und beträgt im Durchschnitt ca. 5 Meilen, also 10 km/Std., was bei der Fahrt berücksichtigt werden muss. Wir empfehlen eine maximale Fahrtdauer von 4-6 Stunden pro Tag. Ihre Seefahrt neigt sich dem Ende und die Einfahrt in die Zielmarina steht kurz bevor. Die Ankunft sollte so geplant werden, dass das Boot rechtzeitig zurückgegeben werden kann. Die Rückkehr in die Marina ist meistens am Freitag Nachmittag/Abend, wo dann auch übernachtet wird. Die Bootsübergabe selbst erfolgt am Samstag zwischen 8:00 bis 9:00 Uhr morgens. In dieser Zeit verlässt die Crew das Boot, das dann für weitere Gäste vorbereitet wird. Da Sie das Boot mit einem vollen Tank übernommen haben, müssen Sie es auch vollbetankt wieder übergeben.
Ein Urlaub auf dem Wasser unterscheidet sich völlig von einem Landurlaub und es gelten hier andere Regeln. Deshalb müssen einige Tatsachen beachtet werden. Sie müssen daran denken, dass das Boot einen beschränkten Raum mit spezifischen Bedingungen darstellt. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den anderen Teilnehmern ist angebracht. Ebenfalls ist es wichtig, sparsam mit Energie und Vorräten umzugehen, da man nie weiß, ob die Fahrt den geplanten Zeitrahmen nicht überschreiten wird und somit ein Mangel an Wasser oder Strom eintreten könnte. Es ist ebenfalls erforderlich, Sauberkeit und Ordnung auf dem Boot zu halten und vor der Fahrt alles an den richtigen Platz zu legen. So wie überall sonst steht auch auf dem Wasser Sicherheit an erster Stelle. Erhöhte Aufmerksamkeit ist im Hinblick auf den Wellengang, Wind, Regen und Rutschgefahr an Deck geboten. Gerade wegen der erhöhten Gefahr muss man die Anweisungen des Kapitäns unverzüglich, genau und vollständig befolgen. Der Kapitän trägt nämlich die Verantwortung für die Sicherheit des Boots und der Crew.

5. Was man mitnehmen sollte

Sollten Sie nicht genau wissen, was Sie bei einem Yachturlaub brauchen oder was Sie mitnehmen sollten, haben wir für Sie als Hilfe eine kurze Checkliste vorbereitet. Für den Aufenthalt an Deck einer Seeyacht benötigen Sie ähnliche Bekleidung und Accessoires wie für übliche Sommertage am Strand. Einpacken sollten Sie klassische T-Shirts, Shorts oder kurze Hosen, Badehose, Badelatschen, Laufschuhe mit einer Sohle, die keine Spuren hinterlässt, eine leichte Jacke, Käppi, Schlafanzug und selbstverständlich eine Sonnenbrille. Für schlechtes Wetter sollten Sie auch wetterfeste Kleidung (Jacke mit Kapuze, Hose), wärmere Kleidungsstücke, wasserdichte Schuhe, warme Socken parat halten. Falls Sie in einem der Häfen an einer etwas offizielleren Veranstaltung teilnehmen möchten, passt auch ein Hemd oder Bluse, am besten aus knitterfestem Material. Denken Sie bitte daran, dass Sie Ihre Sachen wegen den Vorräten möglichst platzsparend packen. Selbstverständig sollten Sie Ihre Reisedokumente, benötigte Medikamente (und für den Notfall auch Medikamente gegen Seekrankheit und Sonnenallergie), Sonnenschutzartikel, Hygieneartikel, Kamera oder Videokamera, Adapter und Ladegeräte, Ihre Lieblingsmusik auf CDs und nicht zuletzt auch die Schnorchelausrüstung nicht zu Hause vergessen. Um die Sachen zu verpacken eignet sich am besten eine Reisetasche.

6. Essenszubereitung

Die Bootsküche bietet fast den gleichen Komfort wie Ihre Küche zu Hause, deshalb brauchen Sie sich in dieser Hinsicht keine Sorgen zu machen. Die Versorgung der Crew gestaltet sich deshalb annähernd unproblematisch. Bei dieser Art von Urlaub kommt es oft vor, dass zuviel Proviant von zu Hause mitgebracht wird. Ein großer Teil der Vorräte bleibt oftmals ungenutzt und muss wieder mitgenommen werden. In den Häfen gibt es ausreichend viele Geschäfte, in denen man bequem einkaufen kann, deshalb müssen Sie nicht alle Vorräte von zu Hause mitbringen. In der Praxis fallen viele Essenzubereitungen aus den verschiedensten Gründen aus und werden durch Besuche örtlicher Restaurants ersetzt. Deshalb muss man beim Planen der Verpflegung überlegt vorgehen, die Zutaten jedoch so einplanen, dass von jeder Mahlzeit die gesamte Crew satt wird. Bei der Essenszubereitung wechseln sich die Crewmitglieder ab. Die Crew hat auch den Hunger des Kapitäns zu stillen. Dieser ist Gast der Crew. Verschiedene Halbfertigprodukte verkürzen die Zeit am Küchenherd und verlängern somit Ihre Zeit für Entspannung und Erholung. Obwohl das Boot mit einem Kühlschrank ausgestattet ist, empfehlen wir, Tiefkühlkost möglichst schnell zu verzehren. Ein typischer Tag auf der Yacht beginnt mit einem reichhaltigen Frühstück, geht weiter mit einem schnellen Mittagessen während eines Zwischenstopps in einer Bucht und endet mit einem sättigenden Abendessen. Bei den Getränken sieht die Sache ganz anders aus. Es kommt nur selten vor, dass man etwas davon wieder mitnehmen muss.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Urlaub und vergessen Sie nicht Ihre Erlebnisse mit uns zu teilen. Guten Wind in den Segeln und immer wenigstens einen Fuß Wasser unter dem Kiel wünscht Ihnen

Ihr Yacht Travel Team

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